DIY – Schreibtisch

Wie schon erwähnt habe ich endlich die Zeit gefunden mit der Einrichtung unseres Arbeitszimmer/Gästezimmer anzufangen. Der Arbeitsbereich ist jetzt endlich „Zeige-fertig“. Yeah.

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Um die Umgestaltung dieses Zimmers habe ich mich ganz schön lange gedrückt. Nun ist es aber endlich geschafft und ich bin echt zufrieden mit dem Ergebnis. Bei der Suche nach Inspiratie auf Pinterest und Co. bin ich immer an Schreitischlösungen mit offenen Regalen oder so schicken Holzböcken hängengeblieben. Leider muss so ein Schreibtisch nun mal nicht nur gut aussehen, sondern sollte im besten Fall auch noch genügend Stauraum bieten. Außerdem kam noch hinzu das dies eine Ecke unseres Gästezimmers ist und gerade dann wollte ich nicht das unsere Gäste zwischen Bastel-Kram, Farben und Steuerordnern nächtigen müssen.

Also weg von Offen und Holzbock-Ideen hin zu Küchenunterschränken als Korpus. Da habe ich die günstigsten von IKEA gewählt. Die tolle Fynding-Serie ist ganz schlicht gehalten und kommt ohne Griffe, dafür aber mit viel Stauraum in Top-maßen (Unterschrank mit Schublade: 60 x 86 x 40, Wandschrank mit Türe: 35 x 60 x 40) zu einem unschlagbaren Preis (ab 15EURO) daher.

Bei dem Unterschrank mit Schublade mussten die Füße abgesägt werden, beim Wandschrank – der zum Unterschrank umfunktioniert wurde – Füße aus Holz konstruiert werden.

Ich wollte eine Arbeitsplatte aus massivem Holz haben. Beim Bummeln im Baumarkt sind mir dann die Holzbohlen die man auch zum Gerüstbau etc. verwendet ins Auge gesprungen und somit war schnell eine sehr günstige Lösung gefunden.

Hier noch einmal zusammengefasst was ich für den Schreibtisch gebraucht habe:

DIY-Schreibtisch

– Zwei Unterschränke die in etwa der Höhe des gewünschten Schreibtisch entsprechen. Hier aus der IKEA-Fynding Serie.

– Vier Holzbohlen (20 x 200)

– Zwei Dachlatten

– Ein paar Schrauben

– Werkzeug, Wasserwage, Schleif- und Bohrmaschine

– Die eine oder andere helfende Hand, da die Bohlen echt schwer sind wenn man sie einmal aneinander geschraubt hat!

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Im Vorfeld habe ich die Holzbohlen in die gewünschte Länge (3 Bohlen á 1,60m für die lange Seite. 2 Bohlen á 1,00m für die kürzere Seite) gesägt und gründlich abgeschliffen. Sonst habe ich das Holz aber noch nicht bearbeitet. Evtl. öle oder lackiere ich es irgendwann mal…

Danach habe ich die Schränke aufgebaut, in die richtige Höhe gebracht und in die gewünschte Position gestellt. Hier sind es 78cm Höhe. Klingt erst etwas hoch, aber da ich viel stehend arbeite ist mir das so angenehmer.

Als Auflage und Stütze für die Arbeitsplatte habe ich zwei Dachlatten flach an die Wand geschraubt.

Der Schreibtisch sollte die Ecke ausfüllen und zwei verschiedene Tiefen haben. Also habe ich für die tiefere Seite drei der Holzbohlen (insg. 60cm Tiefe) von unten mit einem Stück Holz an beiden Enden aneinander geschraubt. Das gleiche habe ich für die schmalere Seite mit zwei Bohlen (40cm Tiefe) gemacht.

TIPP: Wenn man die Bohlen aneinander schraubt sollte man darauf achten das keine Zwischenräume entstehen. Sonst hat man später nervige Spalten in der Arbeitsplatte. Also am besten zu zweit (einer schraubt, einer hält die Bretter zusammen) arbeiten!

 

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Als nächstes habe ich dann die beiden nun entstandenen Platten auf den beiden Unterschränken platziert und entlang der Wand ausgerichtet. Von unten habe ich dann noch beide Platten mit Holzlatten verbunden.

Das ganze wir noch von einem weißen Rollcontainer mit vielen praktischen Schubladen ergänzt.

Fertig!

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WDBTH Schreibtisch 6TIPP: Als Aufbewahrung für Stifte, Locher, Tape und andere Bürohelfer dient mir jetzt diese alte Zigarrenkiste. Diese bietet Platz für den Kleinkram und sieht auch noch ganz hübsch aus. Außerdem (und das ist das Beste) hat man zwar alles beisammen und griffbereit, kann aber den Deckel einfach schließen und –  zack! Ist nichts mehr im Weg das bestauben kann. Der Wahnsinn!

Hier gibt’s ähnliche.

 

 

 

 

 

 

 

 

DIY – Silikon / Acryl Fugen selber machen

Wir haben schon länger in der Küche eine Leiste benötigt, die Arbeitsplatte und Wand wasserdicht abschließt. Irgendwie habe ich das immer vor mir her geschoben, weil ich dachte, es wäre sehr großer Aufwand. Im Endeffekt ist es easy, bedarf aber etwas Vorbereitung für ein gutes Ergebnis. Ihr könnt Silikon oder Acryl benutzen, gibt es in allen Farben und transparent in jedem Baumarkt.

Was du benötigst:

  • Leiste
  • Säge
  • Zollstock
  • Glas mit Wasser und Spülmittel
  • Silikon Spritze + Silikon
  • Küchenrolle

 

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Vorbereitung:

Die Leiste abmessen und zuschneiden. Danach alle Flächen und Rillen reinigen, sodass sie Fett und Staubfrei sind. Eventuell mit etwas Spülwasser reinigen und natürlich trocknen lassen. In der Zwischenzeit das genaue Wunschmaß nehmen und die Leiste entsprechend zusägen.

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Los geht’s mit Silikon auftragen:

Silikon auf die Unterseite der Leiste auftragen. Nicht zu viel, denn es soll kein Silikon aus der Seite quillen. Nun etwa 20min warten. Silikon klebt und die klebekraft reicht um die Leiste zu fixieren.

Kommen wir zum wichtigsten Teil, der Zierfuge. Diese soll das Wasser daran hindern unter die Leiste zu fließen und im schlimmsten fall die Wand zu beschädigen. Das Silikon mit der Spritze auftragen. Einer kleine Wurst reicht völlig. Zu viel macht nur mehr Sauerei und Arbeit. Nach ein paar durchläufen rafft man die Menge. Übung macht mal wieder den Unterschied zwischen Anfänger und Meister… 😉

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Ist die Wurst aufgetragen, den Finger in das Glas mit Spülmittel und Wasser tauchen und an der Fuge vorbei streichen. Den Finger ruhig sehr nass machen, dann flutscht es besser und die Fuge wird schön Glatt. Das überflüssige Silikon immer wieder abwischen und den Finger neu nass machen. Das ganze so oft wieder holen, bis die Fuge schön glatt und fast nicht mehr zu sehen ist.

 

Am Ende noch mal alles gründlich mit Küchenrolle abwischen. So spart ihr euch lästiges Kratzen, falls ihr Silikon auf Leiste oder Arbeitsplatte vergessen habt. Ist alles sauber müsst ihr nach ein paar Stunden warten, bis das Silikon ausgehärtet ist. Fertig ist der Lachs!

 

 

Eine Weitere Einsatzmöglichkeit ist das anbringen von einem Spritzschutz. Einfach alle Ecken mit Silikon bestreichen.

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Die Platte positionieren und feste Andrücken. Irgend etwas gegenlehen, dass die Platte nicht wieder verrutscht und ein paar Stunden warten.

Hier muss dann natürlich auch eine weitere Fuge gemacht werden. Aber ihr seid ja jetzt Profis, und die Arbeit fällt schon viel leichter.

 

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Wieder eine wichtige Handwerker Tätigkeit dazu gelernt. 😀

 

– Felix

DIY – Premium Couch Tisch

DIY – Premium Couch Tisch aus Paletten

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Die Idee ist simpel. Man wähle eine MDF-Platte nach seiner Wunschgröße. Baue zwei alte Paletten auseinander, leime und schraube die Latten in neuer Anordnung auf die MDF-Platte. Für die Tischbeine Aluminium-Leisten biegen und diese in die gewünschte Form bringen. Fertig… Naja ganz so einfach ist das dann doch nicht. Aber locker machbar.

Skills: Medium

Kosten für das Projekt:

  • MDF-Platte: 7€
  • Palette: Kostenlos!
  • 2x Aluminium Leisten: 7€
  • Leim, Nägel, Schrauben: 2€
  • Schleifpapier 1€
  • GESAMT NUR: 17€!!!

Werkzeug:

  • Pfeile
  • Stich und Kreissäge
  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • Drahtbürste
  • Zwingen
  • Schraubstock

Los geht’s!

WDBTH_CouchTisch01 Das auseinander nehmen der Paletten ist sehr anstrengend, da sie für Haltbarkeit konzipiert sind. Die Nägel sind sehr widerspenstig. Aber mit etwas Ausdauer sollte das kein Problem sein.

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Hier ordne ich die Latten auf der MDF-Platte an. Erst prüfen, ob die Latten passen und kein zu großer Spalt entsteht.

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Wenn alles passt, Platte und Latte mit Leim bestreichen und mit kleinen Nägeln befestigen. Das überstehende Holz grob absägen. Diese Stücke können wir später für kleinere Bereiche verwenden.

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Hier das ganze Werkzeug auf einen Blick. Ist die gesamte Fläche fertig, wird es Zeit für die Zierleisten. Diese sollen die MDF-Platte von der Seite verdecken.

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Das Holz für die Leisten habe ich aus den Resten zurecht gesägt. Das anbringen ist recht einfach. Leim auftragen, Leiste auflegen und mit zwei Schraubzwingen fixieren. Je, nach Leim ein paar Stunden trocknen lassen. Und weiter geht es mit dem Feintuning

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Um den Tisch in seine Form zu bringen, die zuvor grob abgesägten Latten an allen vier Seiten mit einer Kreissäge begradigen. Hier muss man viel Geduld haben und best möglich anzeichnen, damit der Schnitt gerade wird. Klappt schon!

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Die Oberfläche ist noch von Splittern übersät. Einfach einen Bürsten-Bohraufsatz an den Akku-Bohrer spannen und einige Zeit Schleifen. Das macht wirklich viel Dreck. Am besten draußen arbeiten. Maske, Schutzbrille und Handschuhe sind wirklich zu empfehlen.

Somit ist die Tisch-Platte fertig!

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Tisch-Beine fertigen:

>> UPDATE: Du möchtest einen Industriellen Look? Hier gibt es ein DIY für alternative Tisch-Beine aus Rohren! <<

Das Material habe ich im gut sortierten Baumarkt zurecht schneiden lassen. War echt günstig (7€). Für den Preis bekommt man wirklich nur sehr hässliche Tischfüße und das pro Stück. Mein Aluminium-Blech hatte eine Länge von 129cm. Der Tisch sollte eine Höhe von 23cm haben. Die Tisch-Platte ist 55cm > damit die Füße nicht überragen: 45cm. Die 19cm auf beiden Seiten dienen später der Befestigung an der Platte. Mit Bleistift lässt sich super auf Aluminium markieren. Möglichst genau messen, da sonst die Beine nicht richtig stehen und der Tisch wackelt. Das Aluminium profil hat eine Stärke von 3mm.

Je, nach gewünschter Höhe der Beine und Breite der Tischplatte müsst ihr euch selber eine Formel basteln.

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Das biegen sollte auch möglichst genau geschehen. Am besten mit einem Schraubstock. So kann man die Markierung einstellen und der Winkel wird genauer.

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Einmal eingespannt und an der Bleistift-Markierung ausgerichtet, mit etwas kraft schnell um 90° biegen. Das Biegen muss mit einem schnellen Ruck geschehen, denn Alu ist relativ weich und bricht nach zu vielem Hin- und Herbiegen. Kleinere Korrekturen sind danach auch noch möglich. Wenn alles funktioniert hat, noch Löcher in die 19cm Stücke bohren, damit wir die Beine an die Tisch-Platte schrauben können.

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Ausmessen, Anzeichnen und Festschrauben. Am besten zu zweit, da die Tisch-Beine etwas störrisch sind und sich immer wieder zurück biegen. Ist das Anschrauben erledigt, Filz drunter kleben. Das korrigiert, wenn nicht ganz sauber gebogen wurde und schützt.
Im Prinzip ist der Tisch nun fertig! Yeah!

>> UPDATE: Du möchtest einen Industriellen Look? Hier gibt es ein DIY für alternative Tisch-Beine aus Rohren! <<
Kleiner Tipp: mit dem ganzen Gewicht auf den Tisch setzen, dann biegt sich das Gestell noch einmal in die richtige Position. Mich (75KG) hat der Tisch ohne Mühen getragen, also keine Angst. 😉

 

IMG_20140515_120535Ein Couch Tisch, der sich wirklich sehen lassen kann und das für so richtig wenig Geld! Bääämm!

 

– Felix

 

 

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