Unterwegs in New York – Unsere Highlights

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Im April letzten Jahres waren wir für zwei Wochen in New York. Das war der Erste richtige Urlaub nach der Ausbildungszeit und wir haben eine großartige Zeit dort verbracht. Auf dieser Reise haben wir zum ersten Mal ein Appartement über Airbnb gebucht. Ein Glückstreffer mit Dachterrasse! Wir wohnten in Williamsburg bei der netten Akiko, die uns zusätzlich zum Dach über dem Kopf, auch noch mit Tipps rund um unser Viertel und leckerem Rotwein versorgte.

Viele waren über unsere Reisedauer überrascht und Kommentare, wie: „Zwei Wochen?! Das ist doch vieeeel zu lang!“ haben wir ständig gehört. Aber selbst die zwei Wochen waren im Nu vorbei und wir hätten noch viele Wochen länger dort bleiben können ohne uns zu langweilen.

Auch kam von vielen die Frage ob wir im Lotto gewonnen haben, weil doch zwei Wochen New York nur was für Großverdiener sei. Dazu ein einfaches „Nö“!

Klar, der Flug ist teurer als ein Flug nach Mallorca, aber das Appartement war ziemlich günstig und auch die Lebenskosten hielten sich in Grenzen. Wir konnten im Appartement die Küche mit benutzen und haben so unseren Tag immer mit einem leckeren Frühstück gestartet und uns Bagles für ein Picknick am Mittag gemacht. Auch Abends haben wir das ein oder andere mal gekocht. Daher mussten wir, wenn wir Essen gehen wollten, nicht im übertriebenen Maße auf das Budget achten.

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Im Vorfeld haben wir uns natürlich im Freundeskreis umgehört, was man alles gemacht haben muss, aber ein richtiges Programm haben wir uns eigentlich nicht überlegt. Wichtiger war uns auch mal Zeit zum rumhängen und Kaffee trinken zu haben und einfach in den Tag hinein leben zu können. Das hat sich als ziemlich guter Plan heraus gestellt.

 

Da in den nächsten Tagen liebe Freunde von uns nach New York reisen habe ich hier mal unsere Tipps für eine schöne Zeit in der tollen Stadt zusammen gefasst:

Stadtrundfahrt

Als Erstes haben wir standartmäßig eine Touribustour gemacht. Am Battery Park in der Nähe der Staten Island Ferry sind wir eingestiegen und mit dem Bus durch Downtown bis zum Times Square gefahren. Mit dem roten Doppeldecker ging es vorbei an den meisten bekannten Sehenswürdigkeiten. Diese Fahrt war ganz interessant und hat sehr bei der Ersten Orientierung geholfen.

Tipp: man sollte sich kein Mehrfahrten-Paket andrehen lassen. Bei dem Mehrfahrten-Angebot zahlt man 50$ und das Ticket ist drei Tage gültig.  Es klingt auch wie ein gutes Angebot: Das Ticket ist drei Tage gültig, man kann nach dem „Hop on Hop off“ – Prinzip durch die Gegend kurven und auch eine Bootstour um die Südspitze der Insel machen.

Aber außer der Downtown-Tour fanden wir die Fahrten (Uptown, Harlem) eher ermüdent und langweilig. Außerdem werden die Fahrten moderiert, was uns auch nach kurzer Zeit schon ziemlich auf die Nerven ging.

Dann kam es auch oft zu der Situation, dass wir vom Bus aus eine Interessante Stelle gesehen haben, die wir uns gerne näher angesehen hätten – aber dort konnte man dann nicht aussteigen. Ärgerlich.

Am Besten erkundet man New York einfach zu Fuß!

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IMG_20130417_155553Wer gerne Fotos machen möchte, sollte während der Fahrt aufpassen:  aufstehen is nicht! Der Abstand zwischen Ampeln und Fahrgastköpfen ist wahnsinnig knapp bemessen und Felix musste das eine oder andere mal scharf ausweichen.

 

Metro

 

Eine Metro-Wochenkarte ist das Erste das man in New York kaufen sollte. Denn auch wenn viele Leute sagen „Wir sind die ganze Zeit Bus gefahren, da sieht man doch sooo viel mehr!“  – mit der Metro ist man, egal wie viel Verkehr gerade herrscht einfach schneller unterwegs. Nirgendwo sieht man sonst so viele interessante  Menschen auf einem Haufen!

Das Ticket kostete damals 30$ und das Metro-System ist für jeden der sich ansatzweise mit U-Bahnfahren etc. auskennt einfach zu durchblicken.

Außerdem gilt dieses Ticket auch für die Staten Island Ferry. Mit dieser kann man nach Staten Island übersetzten und kommt auf dem Weg relativ nah an der Freiheits Statue vorbei und kann sich ein teures Ausflugsboot sparen. Aber achtung: von der lieben Lady Liberty sollte man nicht zu viel erwarten, die Dame ist zwar schön anzusehn, aber nicht so groß wie man es als Ghostbuster-Fan erwartet!

Wir haben uns dann immer einen Punkt auf der Karte ausgesucht (etwas das wir mal immer schon sehen wollten, etwas das wir besichtigen wollte oder auch einfach mal eine x-beliebige Straßenecke), sind dort mit der Metro hin und haben den Rückweg zu Fuß angetreten.

Highline

Über die vielgehypte HighLine war ich ein bisschen enttäuscht. Ich hab mir das halt eher wie ein Wald auf Stelzen vorgestellt. Es ist kein Wald auf Stelzen. Nicht mal ein Wäldchen…Aber nichts destotrotz ist die HighLine eine sehr ästhetisch gestalltete Entspannungsfläche und ein großartiges Projekt das mehr Nachahmer braucht!

Was ich  nach der der ersten Enttäuschung dort aber ziemlich cool fand war die Nähe zu den Häusern. Die Trasse ist teilweise nur einige Meter breit und wird auf beiden Seiten von Häusern flankiert. Wenn man sich jetzt vorstellt das in den schicken Galerien und Luxus-Hotels damals Menschen lebten und auf den Gleisen so viele Güterzüge fuhren wie heute Touristen spazieren ist das schon ziemlich beeindruckend bzw. bedrückend.

Eine gute Empfehlung habe ich damals von einer Kollegin bekommen: In einem der vielen tollen SnackBars im Chelsea Market etwas zu Essen besorgen und dies dann schön entspannt auf der HighLine verdrücken! Toller Ort für eine Pause.

Williamsburg

Williamburg ist ein Viertel in Brooklyn. Dort in der Havemeyer Str. war unser Appartement und damit auch sehr gut gelegen. Nach Recherchen über gute Wohnlagen haben wir uns so was wie das Hamburger Schanzenviertel vorgestellt und waren fast ein bisschen enttäuscht das es nicht ganz so ist. Williamsburg ist super – keine Frage! Aber die ganzen medialen Hipster-Warnungen fanden wir vollkommen übertrieben. Zum größten Teil ist es immer noch ein Wohnviertel – in den auch „echte“ Menschen wohnen und leben. Hispanische Barbershops reihen sich ein neben asiatischen Wäschereien vor denen alte Männer auf dem Bürgersteig Schachspielen und jugendliche den Nachmittag auf den Stufen vor ihren Häusern rumhängen und Passanten anpöbeln. Daneben findet man dann dort auch Tattoo-shops, Boutiquen von junger Designern, In-Restaurants und Bars aller Art.

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Die Bedfort Av. wird am ehesten dem hippen Bild von Williamsburg gerecht und ist auch wirklich schön zum Bummeln. Viele Bars und Restaurants, viele hübsche kleine Läden und auf der Straße verkaufen Leute auch oft an Flohmarktständen.

Tipp: Samstags findet im East River State Park der Smorgasburg Food-Court statt. Stellt euch einen Flohmarkt vor, tauscht die Stände gegen wunderschöne, liebevolle, ausgefallene Imbissstände und ihr habt das Paradies auf Erden.

Zu humanen Preisen kann man sich zwischen 11 Uhr und 18Uhr von einem Stand zum nächsten schmausen. Ein Besuch lohnt sich!

Shopping

New York ist einfach mal die Einkaufs- und Konsummetropole schlechthin. Wir haben eigentlich jeden Tag irgendwie geshoppt. Auf dem Broadway hat uns so gut wie jeder Laden angesprochen. Als Touri geht man ja auch mal in solche Läden um die man in der Heimatstadt einen riesen Bogen machen würde. Daher kann ich hier keine richtigen Tipps geben. Außer das man nie genug Sneakers haben kann und man allein schon wegen des Wechselkurses, das eine oder andere Paar mit nach Hause nehmen sollte.

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Coneyisland

 

Für einen Ausflug nach Coney Island sollte wirklich genügend Zeit eingeplant werden, denn die Fahrt mit der Metro dauert ziemlich lange. Aber es lohnt sich sehr! Zum einen ist der Weg ja das Ziel und die Metro fährt hier einen großen Teil der Strecke Oberirdisch. Man hat also die Möglichkeit den direkten Kontrast zwischen der grellen Manhattan-Welt und der Vorstadt zu sehen was ziemlich interessant ist. Ist man dann einmal da, ist Coney Island wirklich ein netter Kontrast zur Hektik und dem Lärm in der Innenstadt und es tut gut sich die Strandluft um die Ohren wehen zu lassen.

Den kleinen Vergnügungspark haben wir nicht näher besucht. Wir waren dort Frühstücken, sind am Strand spaziert und haben den nostalgisch – melancholischen Charm genossen. Und die strahlende Sonne!

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Museum

New York ist ja auch eine Museumsstadt. Wenn man will kann man bestimmt zwei Wochen lang jeden Tag ein anderes Museum besuchen. Das haben wir nicht gemacht. Wir haben uns drei ausgesucht und waren letzten Endes in zwei drin. Zum einen war das Wetter einfach zu gut um die Zeit drinnen zu verbringen und zum anderen fehlte uns einfach die Zeit.

In vielen Reiseführern wird geraten sich den  NewYorkPass zu kaufen. Mit diesem hat man ermäßigten Eintritt zu diversen Attraktionen. Haben wir uns nicht gekauft, da wir spontan entscheiden wollten, was wir wann machen und nicht den Druck wollten „Oh Gott, wir müssen da und da noch hin!“.

Wir waren im Guggenheim Museum und das ist einfach großartig. Muss man gar nicht mehr dazu sagen. Von außen, wie von innen ein Muss!

Tipp: Vor oder nach dem Besuch einfach die Museums Mile ein paar Meter hoch laufen (in Richtung Harlem) zur Church of the Heavenly Rest. Dort gibts ein sehr schönes kleines Cafe in einem Seitenflügel der Kirche, das zu günstigen Preisen Kaffee und Kuchen anbietet. Außerdem sind die Toiletten besser/sauberer als im Museum und man kann schön draußen in der Sonne seinen Kaffee mit Blick auf den Central Park genießen.

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Wir waren im Naturkunde Museum. Ja, eigentlich nur wegen dem T-Rex-Skelett! Das Naturkunde Museum ist auch großartig. Alleine das Gebäude ist schon ziemlich imposant. Leider war es an dem Tag sehr überfüllt und viele panische Schulklassen versperrten uns oft den Weg. Hier könnte man aber auch gut und gerne mehrere Tage verbringen. Wir haben uns nur die Dinosaurier-Abteilung intensiv angeschaut.  IMG_3996

Wir haben im Vorfeld den tollen Tipp gehört, dass man Freitags gratis ins MoMa kann. Man sollte sich bewusst sein, dass diesen Tipp auch 8000 andere Leute kennen. Als wir ankamen führte die Schlange der wartenden einmal um den ganzen Block und die Wartezeit betrug 3 Stunden!

Wer sich für das Museum und seine Ausstellungen interessiert, sollte den Eintritt zahlen und seinen Besuch entspannt an einem anderen Tag genießen.

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Sex And The City FanStop

In der Perry Street 66 im WestVillage befindet sich die berühmte Treppe zu Carries Wohnung aus Sex and the City. Ein Foto dort ist schon fast ein Muss für jede Frau zwischen 20 und 35 Jahren.

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Außerdem ist die Perry Street, mal vom ganzen SATC-Rummel abgesehen, einfach eine schöne Straße in einem sehr schönen Viertel!

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Nicht weit von der Perry Street (401 Bleeker Street W 11th St ) entfernt ist die ebenso berühmte Magnolia Bakery.  Das Gebäck ist super lecker, die Preise in Ordnung und der Laden ist einfach wunderschön Kitschig. Der Himmel für Kuchenfans!

 

Bleeker Street

Wenn man dann nach dem SATH-Stop einmal auf der Bleeker Street ist sollte man diese auch einfach in Richtung Osten bis zum Broadway weiter laufen. Die Straße bietet schöne kleine Läden, PopUpStores, Kreativmärkte, Restaurants …

 

Brooklyn Heights

Brooklyn Hight war für uns das schönste Viertel von ganz New York. Ein Brownstown neben den andern, die Straßen von Bäumen gesäumt und direkt am East River gelegen. Lässt sich gut mit einem Spaziergang über die Brooklyn Bridge verbinden.

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Brooklyn Bridge Park Pier 6

Der Brooklyn Bridge Park ist eines der ambitioniertesten Parkprojekte der letzten Jahre. Der Park befindet sich auf einem schmalen Uferstreifen und erstreckt sich über sechs Piers, die in den East River ragen. Dort soll nach Fertigstellung ein Areal von 34 Hektar entstehen. Das bisher fertige Gebiet kann sich aber auch schon sehen lassen und bietet neben viel Grünfläche, Spielplätzen, Grillplätzen auch den Fußballplatz mit der wohl besten Aussicht der Stadt.

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Wir waren am späten Nachmittag/ frühen Abend hier und haben den Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline von Manhattan genossen.

 

Tipp: Bester Fotopunkt für SkylineBilder!

 

9/11 Memorial

Nach langem überlegen haben wir uns doch dafür entschieden, das 9/11 Memorial zu besuchen. Mit dem Memorial ist es der Stadt gelungen einen sehr würdevollen, ästhetischen und ruhigen Platz zum Gedenken an diese schreckliche Tragödie zu schaffen.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind wirklich enorm und die Eintrittsprozedur ist schon ziemlich nervenaufreibend, aber ist man da einmal durch, entpuppt sich das Memorial als ein sehr schöner Ort, mit einer sehr beruhigenden Atmosphäre. Wirklich gut gelungen!

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Sonnenuntergang über dem Hudson River

Mehr durch Zufall sind wir eines abends am Hudson River Greenway auf Höhe der W34th St gelandet und haben dort einen wunderschönen Sonnenuntergang über Jersey City sehen können (siehe Foto oben)

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